Deep Work von Cal Newport

Deep Work von Cal Newport

Inhalt

Vielleicht hast Du schon mal gehört, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne nicht viel größer ist, als die eines Goldfisches. Doch wie schaffen wir es konzentriert und fokussiert unseren Aufgaben zu widmen? Das und noch viel mehr, erfährst Du in dieser Zusammenfassung des Buches „Deep Work“ (zu deutsch: Konzentriert arbeiten) von Cal Newport!

Zum Autor

Cal Newport ist ein US-amerikanischer Sachbuchautor und Professor für Informatik an der Georgetown Universität. Bekannt wurde er für seinen Blog zu Lerntipps sowie vor allem für seine Bücher, wie zum Beispiel “Deep Work”. Newport spricht sich deutlich für digitalen Minimalismus aus und gibt Empfehlung dazu, wie wir trotz verschiedener Störfaktoren produktiver Arbeit nachgehen können.

Multitasking und Ablenkung sind die größten Feinde der Produktivität

Trotz des recht üblichen Glaubenssatzes, man könne mehrere Dinge gleichzeitig tun, ist Multitasking eine Sackgasse. Sophie Leroy beispielsweise, Professorin an der University of Minnesota, untersuchte dieses Phänomen im Jahr 2009: Zwei Versuchsgruppen sollten an einem Wortpuzzle arbeiten und sich außerdem Lebensläufe anschauen und entscheiden, wen sie einstellen würden. Gruppe A, welche die Aufgaben nacheinander erledigte, war deutlich effizienter als Gruppe B, die beides gleichzeitig getan hat. Unsere Aufmerksamkeit lässt sich nur bedingt teilen und gerade die typischen Benachrichtigungen auf dem Handy, dem Laptop oder die offenen Browser-Tabs hindern uns an produktiver Arbeit.

Vier Strategien helfen uns beim konzentrierten Arbeiten

Die naheliegendste Strategie, um unsere Konzentration zu steigern, wäre der kompletter Verzicht: Wir eliminieren jegliche Art der Ablenkung und sperren uns konsequent ein. Der zweite, weniger radikale Ansatz, wäre die bimodale Herangehensweise: Du nimmst Dir über eine ausgedehnte Zeitperiode Zeit für Dich und Deine Arbeit (ohne Ablenkung) und hältst den Rest der Zeit für anderes frei. Daneben gibt es noch den rhythmischen Ansatz – Du könntest in Blöcken von beispielsweise 90 Minuten produktiv arbeiten und dann, in den Pausen, auch Ablenkungen zulassen. Zu guter Letzt gibt es noch den – wie der Autor es nennt – “Journalisten-Ansatz”, bei dem Du jegliche ungeplante, freie Zeit dazu nutzt, um konzentrierte Arbeit zu verrichten.

Lege Dein Umfeld darauf aus, konzentriert arbeiten zu können

Gerade bestimmte Rituale können dabei helfen, in den Flow der produktiven Arbeit einzutreten. Ein genauer Plan sowie eine ruhige Umgebung liegen natürlich nahe, aber auch die ganz klare Definitionen Deiner Arbeitsumgebung und ein “Nicht stören-Schild” an der Tür können bereits Wunder wirken. J.K. Rowling hat sich beispielsweise stundenlang in einem 5-Sterne-Hotel verschanzt, als sie ihren letzten Harry Potter-Teil geschrieben hat, um ihrer hektischen Umgebung zu entfliehen. Bonus-Tipp: Du könntest auch Kopfhörer einsetzen, um nervige Kollegen im Open Space keinen Anreiz zu geben, Dich anzuquatschen oder früh morgens ins Office kommen, wenn Du Zeit für Dich selbst haben willst. Ansonsten solltest Du auch Deine persönlichen Distraktoren eliminieren und z. B. Dein Handy in ein anderes Zimmer legen. Sport, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf tragen natürlich ebenfalls zu konzentrierter Arbeit bei.

Dein Gehirn liebt Ablenkung – Übe Dich darin, Deine Gedanken zu fokussieren

Evolutionär bedingt, ist unser Gehirn einfach darauf ausgelegt, Ablenkungen nachzugehen. Schließlich mussten wir spontane Risiken oder Möglichkeiten schnell bewerten, um zu überleben. Die Art wie technologische Geräte und Apps designed werden, nutzt das aus und bringt uns in einen wenig wünschenswerten, abgelenkten Zustand. Du kannst Dein Gehirn jedoch trainieren, fokussiert zu arbeiten. Nimm Dir das nächste Mal, wenn Du spazieren gehst oder zur Arbeit fährst ein bestimmtes Thema oder ein Problem vor, das Du lösen möchtest und versuche, durchgehend daran zu denken und zu überlegen, wie Du es lösen könntest, ohne dazu irrelevante Gedanken aufkommen zu lassen.

Social Media löschen? 

Viele fragen sich es immer wieder – Sollte ich mein Instagram/Facebook/Tik Tok vielleicht einfach mal deaktivieren? Schließlich bieten die Plattformen doch auch Vorteile. Einerseits bleibt man informiert, kennt die Trends und kann auch immer wieder mit Freunden – vor allem den weit entfernten – in Kontakt bleiben. Andererseits verschwenden wir Stunden am Tag in einem – drastisch ausgedrückt – nahezu hirntoten Zustand und schauen uns Reel für Reel an, bis wir merken, dass es schon wieder Zeit ist, um ins Bett zu gehen – Mal ganz abgesehen von der Ablenkung beim Arbeiten oder der übermäßigen Dopaminausschüttung. Tipp vom Autor: Deaktiviere Deine Social Media-Kanäle für zum Beispiel 30 Tage und evaluiere dann, ob Dein Leben dadurch besser oder schlechter war. Vielleicht kann man auch einen Kompromiss finden und Social Media beispielsweise nur an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten nutzen.

Plane sowohl Arbeitszeiten als auch Freizeit ein, um Dein Energie-Level zu halten

Planung ist das A und O. Plane ausreichend Zeit für Deine Aufgaben ein und berücksichtige auch, dass bestimmte Dinge oft länger dauern als angenommen, da immer wieder auch etwas dazwischenkommen kann. Passe Deinen Plan in diesem Fall laufend an und reflektiere ausreichend. Du solltest außerdem genug Zeit für Freizeit und Spaßaktivitäten einplanen. So gönnst Du Dir auch eine Auszeit, tankst Energie und verfällst beim Arbeiten auch nicht in ein Prokrastinationsloch, da die nächste Zwischen-Pause schon in Reichweite ist.

Setze klare Regeln im Hinblick auf Deine Arbeit und Verfügbarkeit 

Heutzutage erwarten alle um uns herum, dass wir immer und ständig erreichbar sind. Mal davon abgesehen, dass man so nicht sinnvoll arbeiten kann, steigert diese 24/7 Verfügbarkeit auch das Stresslevel. Setze hier klare Regeln, indem Du zum Beispiel das Firmen-Mail-Konto nach Feierabend ausschaltest oder während Deiner produktiven Zeit Dein Handy in den Flugmodus stellst. Ein bisschen Egoismus schadet in diesem Kontext nicht – Tu das, was Deinen Zielen und Deinem Wohlsein guttut.

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